Krippenweg

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Krippenweg




Krippenausstellung im Museum Altomünster

In den letzten Jahren war die Eröffnung des Krippenweges in Altomünster, einem Ort in Bayern,  immer etwas Besonderes. In der Adventszeit konnten die Bewohner und Besucher in aller Ruhe ca. vierzig Krippen, die als Leihgabe von Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden, in den Schaufenstern der Geschäfte, Handwerksbetriebe und Privataushalten bewundern. In diesem Jahr findet der Krippenweg leider nicht statt. Doch das Museum hat die Idee aufgegriffen und zeigt vom 18.11.2017 bis zum 28.01.2018 eine kleine Krippenausstellung. Von Mittwoch bis Samstag von 13:00 – 16:00 Uhr und sonntags von 13:00 – 17:00 Uhr ist das Museum geöffnet.

„Wege zur Krippe“, so lautet der Titel der neuen Ausstellung im Museum Altomünster und ist zunächst einmal eine Referenz an den Krippenort Altomünster mit seinem bekannten jährlichen Krippenweg. Altomünster war und ist ein Krippenort.

Schon die Ordensgründerin des Birgittenordens, die heilige Birgitta von Schweden, erwähnt in ihrer bekannten Weihnachtsvision neben Maria und Josef ausdrücklich die Krippe. Die 150 Jahre lang öffentlich zugängliche Klosterkrippe in Altomünster kam erst 1863 durch Ankauf aus München hierher. Generationen von Kindern haben sie seitdem vor und nach den Sonntagsmessen von Weihnachten bis Pfingsten besucht. Seit der Krise im Kloster ist sie nicht mehr zu besichtigen.

Wenn man im Internet nach der Geschichte der Krippe sucht, findet man folgenden Eintrag:

„Nach der Überlieferung war es der heilige Franziskus, der im Jahre 1223 als Erster die Idee einer plastischen Darstellung der Weihnachtsgeschichte um Christi Geburt verwirklichte. Erst viel später jedoch, gegen Ende des 17. und 18. Jahrhundert wurde die Weihnachtskrippe als Rekonstruktion des großen Ereignisses, die realistisch und zugleich phantasievoll war, populär. Die Kunst der Weihnachtskrippe entwickelte sich besonders in Neapel (hier befindet sich auch eine bedeutende Krippensammlung) unter Einbeziehung von Elementen der Bildhauerkunst, der Architektur und der Volkskunde, und mit der Schaffung von wunderbaren Hirten (so hießen die Statuetten) durch berühmte Statuettenhersteller (figurinai).“

In einem anderen Artikel findet man folgendes:

„Die Weihnachtskrippe ist eine figürliche Darstellung der Heiligen Familie im Stall zu Bethlehem mit dem Jesuskind in einer Krippe, Maria und Joseph (Josef) mit Ochs und Esel, dazu meist mit der Anbetung der Engel, Hirten und der Weisen aus dem Morgenlande (meistens erst ab dem 6.1., Dreikönigstag) die zur Weihnachtszeit in Kirchen und (Privat-)Häusern aufgestellt wird. Von der Mitte des 16. Jh. an sind Weihnachtskrippen zuerst in italienischen und spanischen, bald danach auch in süddeutschen Kirchen (auch in Tirol und Südtirol) und an Fürstenhöfen nachzuweisen. Miniaturformen waren die Kastenkrippen. Bei weihnachtlichen Heischezügen (wahrscheinlich Heiligen-Prozessionen) wurden Tragkrippen, auch Herodeskasten genannt, mitgeführt. Bedeutende Sammlungen von Weihnachtskrippen finden sich in den Museen von München, Brixen und Neapel. Dort befindet sich auch die ein oder andere Papierkrippe oder Faltkrippe, gerne in Form von Krippenkarten, die Krippe der armen Leute.

Wusstet ihr übrigens, dass sich die wohl bedeutendste und künstlerisch wertvollste Krippensammlung der Welt in München befindet? Sie ist im Bayrischen Nationalmuseum zu finden. Letztes Jahr habe ich sie mir angesehen. Sie zeigt Figuren aus Bayern, Tirol und Italien. Einen Höhepunkt der Sammlung bilden mehr als zwanzig Krippeninszenierungen mit tausenden Figuren aus neapolitanischem Hof- und Adelsbesitz, die sich durch barocke Verspieltheit und Detailreichtum auszeichnen.

In München in der Nähe vom Marienplatz gibt es während des Advents neben dem Christkindlesmarkt auch einen Kripplmarkt. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Figuren von der preisgünstigen Plastikvariante bis zur hochwertigen Schnitzerei aus dem Erzgebirge, Oberammergau und Südtirol.

Doch zurück ins Museum nach Altomünster. Hier sind auf zwei Etagen verschiedene Krippenformen zu sehen. Ich habe versucht, sie im Bild festzuhalten, was mir mehr oder weniger gut geglückt ist, da sich die meisten Exponate hinter oder unter Glas befinden.

 




Daheim baut mancher ein Krippl auf. Auch bei uns steht eine unter dem Baum.

 

Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest!

Eure Sabine
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muglsabine2016
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