03 Die fabelhafte Welt einer Kolumnistin oder ...

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090316

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03 Die fabelhafte Welt einer Kolumnistin oder ...




wie mir ein bissal der Kragen platzte keule

 Eine Kolumnistin aus einer bekannten Zeitung schrieb letztens etwas von einem Sicherheitsrisiko, das sie darstelle, seit sie in die USA auf Lesereise gehen wollte. Zuvor war sie im Iran unterwegs.
Nun, selbstverständlich sind die Amerikaner skeptisch ob der terroristischen Gruppierungen, die es inzwischen gibt. Außerdem fragt man sich unwillkürlich, weshalb reist eine junge Frau überhaupt in den Iran?
Wenn sich also eine ziemlich junge Frau dort aufgehalten hat, und bald darauf in die Staaten reist, darf sie sich nicht wundern, wenn sie misstrauisch beäugt, streng kontrolliert- und gewarnt wird.
Da ist es wohl egal, ob sie nur eine Autorin ist, die eine Lesereise macht.
USA ist eine Weltmacht. Ein bevorzugtes Ziel für alle möglichen Terroristen, also mal ehrlich - WAS ist daran nicht zu verstehen????

Nachdem sie in die, zugegebenermaßen strengen Kontroll-Fänge der USA geriet, hagelte es von ihrer Seite aus Kritik.
Sie beurteilte die angeblich explodierenden Wassersprenkler, sollte man in den Staaten zu rauchen versuchen, erwähnte die vielen Feuerlöscher, Feuertreppen und Defibrillatoren, die man dort überall findet und berichtete von ‚großformatigen‘ Plakaten, die beschreiben, wie man reagieren muss, falls sich jemand verkutzt. Nein, nicht was ihr denkt! Sie lobte diese Dinge nicht, stattdessen meinte sie etwas säuerlich, das Land wirke nicht wie ‚Vater Staat‘ sondern wie ‚Oma Staat‘, gemessen an all diesen Dingen.
Nun mögen Omas ihre Lieblinge wohl in Watte verpacken, doch irre ich mich jetzt? Gibt es nicht auch Väter, die soetwas tun? Und wenn ich an mein Leben denke – meine Omas hatten es nicht so, mit ‚In Watte verpacken‘, das war eher meine Mutter,hm, egal, weiter im Text:
Nehmen wir mal an, sie reagiert sich nur in ihrer Kolumne ab, okay, sie war sauer, weil diese Amis sie derart ruppig behandelten, fühlte sich wie ein Verbrecher usw, klar, nicht toll, aber mal ehrlich? Sie war ja tatsächlich irgendwann im Iran. Wen wundert dann die Reaktion der US-Amerikaner?

Ist es nicht toll, wenn man ein Plakat an den Restaurant-Wänden vorfindet, auf dem einem erklärt wird, wie man handelt, um jemandes Leben zu retten? Ist es nicht vorbildlich, wenn es fast überall Defis gibt, um Menschen notfalls beizustehen?
Ich war sehr oft in den Staaten. Alles ist übermäßig gut organisiert dort, die Kontrollen streng, in unseren Augen ein bisschen zuviel des Ganzen, ja, das stimmt. Die Kontrollen (also die üblichen) sind wirklich ein bissal störend, dauern eine Weile, aber was solls? Wenn man dort hinreist, dann muss man damit leben. Dennoch: Trotz aller Strenge, die ich von dort kenne: ich habe Verständnis dafür. Und auch wenn es mich nervt, da muss ich durch und dann ist alles fein.
Die Staaten haben meine Fingerabdrücke bereits seit 2006 in ihrem System. Das war damals in Dallas, und es war ein eigenartiges Gefühl – übrigens: Es IST nach wie vor ein eigenartiges Gefühl, wenn ich da durch muss, doch ich weiß ja, was mich erwartet. Manchmal sind die Amis witzig, freundlich und fröhlich, ein anderes mal ein bisschen ruppig, aber wenn ich täglich dort hocken müsste, um Menschen aus aller Herren Länder Fingerabdrücke abzunehmen und von ihnen Fotos zu schießen, bin ich irgendwann wohl auch genervt.
Ansonsten kann ich nur sagen: Ich fühle mich dort eigentlich immer gut aufgehoben.
Ich finde es faszinierend, wie gut Amerika organisiert ist und es juckt mich relativ wenig, wenn ich nun in ihrem System als USA-reisende Österreicherin verankert bin. Ich möchte dorthin, also habe ich das zu akzeptieren, sonst muss ich woanders Urlaub machen.
Und ja, klar war es eine unangenehme, ein wenig entwürdigende Situation für diese Frau, dennoch – Tatsache ist: sie war zuvor irgendwann im Iran, also muss sie mit so etwas rechnen. 


Hier ihr Bericht:
fabelhafte WELT

Ich fand mein Erlebnis schon ein wenig ärgerlicher - damals 2014 auf dem österreichischen Flughafen 'Schwechat'
Hier der Blogeintrag dazu:
Ein verhängnisvoller Boarding Pass

Mal ehrlich!!! da lob ich mir die vielen Beschriftungen und Erklärungen der US-Amerikaner, die selbst für Außenstehende klar verständlich sind! Und ja, ich gebs zu. Ich bin ein USA-Fan, was nicht bedeutet, dass ich alles dort gut und richtig finde- was nicht bedeutet, dass ein Leben aus meiner Sicht der Dinge dort erstrebenswert ist. Aber ehrlich: Als Urlaubsland für mich einfach super!


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