04 Weihnachtsmann - der Nikolo und das Christkind

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04 Weihnachtsmann - der Nikolo und das Christkind




Weihnachtsmann - Christkind - Odin - Frau Holle

Dieses Thema heute ist nicht dazu gedacht, großartige Wiki-Sachen reinzuschmeißen, oder zu sehr in die Tiefe zu gehen, sondern ich möchte nur das Thema Christkind und Weihnachtsmann ansprechen. 
Ein überaus interessantes Thema, wenn man bedenkt, dass beim Weihnachtsmann alle sofort 'Coca Cola' schreien, und beim Nikolo ists ja so einfach: Der heilige St. Nikolaus, ein sagenhafter Bischof, der eigentlich bei genauerer Betrachtung aus 2 Bischöfen besteht.  Twisted Evil

Kommt der Weihnachtsmann tatsächlich von Coca Cola, santa oder ist er doch eine Abweichung vom St. Nikolaus? Tja, das kann sein, muss aber nicht.
Da gebe es nämlich noch den Odin, ihr wisst schon, der Oberchef der nordischen Mythologie, ja, er heißt auch Wotan ...
Wusstet ihr, dass die Legende besagt, auch er hätte im Mittwinter, wenn er mit seiner wilden Horde auf die Jagd ging, Geschenke an die armen Menschen verteilt? Jedenfalls wenn er dir freundlich gesinnt war. Ansonsten sollte jedermann nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine durch die Gegend streifen, denn wenn du unachtsam bist, könnten die Wilden Jäger dich mit sich reißen. (ja, genau, da wären wir dann bei diesem Krampus/Knecht Ruprecht oder wie auch immer wir den nennen, der die schlimmen Mädchen und Jungs in den Sack steckt oder sie verprügelt.

Jetzt kommen wir zum Christkind.

Absolut christlich-kirchlich, von den Protestanten erschaffen, weil diese, wie der Name schon sagt, gegen diese unglaubliche Heiligenverehrung des St. Nikolaus der Katholiken protestierten. Irgendwann ging das schief, denn die mächtigen Katholiken haben seit vielen Jahren das Christkind hauptsächlich für sich gepachtet. Tja, 'die Macht sei mit dir', oder so was ...

Nur ist es so, dass ich mit einem seltsamen Kind, das goldene Haare trägt und so ein hübsches Kleidchen, Hemdchen, wasauchimmer anhat, nichts anzufangen weiß. Es wurde nie gesehen, man weiß nicht, ob männlich oder weiblich, also denkt man an sowas wie ein Engelchen, die wiederum stammen erneut von der Kirchenidee der Heiligen Wesen ab.
Was aber, wenn das Christkind die Perchta ist, oder die Frau Holle???? Huch, Hände über den Kopf zusammenschlag, WIE-KANNST-DU-NUR!!!! ausrufend - Perchta/Frau Holle - Oh mein Gott, nein, die entstammt ja den heidnischen Bräuchen, nein, nein, geht gar nicht  affraid und damit wagen wir uns da sehr tief in die Welt der Sagen und Legenden hinein. 
*hehe* genau, aber Frau Holle könnte ja auch von 'Hel' kommen, nicht wahr?  frech2 und Hel ist die Hüterin der Unterwelt ... *wuahaha* sie könnte auch die Frigg sein, eine weitere Methapher der Perchta. Und die Frau Percht, oder die Frau Holle haben beide angeblich goldene Haare und sind recht ansehnlich - KLINGELINGELING - DAS CHRISTKIND ... ach ja, sie können natürlich andere Gestalten auch annehmen. Zum Beispiel, die einer alten, buckligen Frau   Rolling Eyes
Jedenfalls haben all diese Damen etwas gemeinsam. Sie gehören wie Odin zu der Wilden Jagd (Namen und Rituale variieren von Land zu Land, von Region zu Region) . Sie verteilen Gaben und Süßigkeiten, wenn sie der Meinung sind, du verdienst das, oder sie reißen dich mit sich, stecken dich in Säcke, oder verprügeln dich ein bisschen, also wenn du Glück hast. Ob Knecht Ruprecht eine weitere Gestalt der Perchta ist, sei dahingestellt  lol! Jedenfalls tauchen Beide in den Wintertagen auf und beide sind sowohl beliebt, wie auch gefürchtet ... 

tja, ich könnt noch ewig so weitermachen, aber ich sage euch, was ich denke.

Ich mag den Weihnachtsmann, und auch wenn Coca Cola ihn in einen roten Mantel gesteckt hat, ihn mit wallendem Bart und roten Pausbäckchen ausgestattet hat, er ist seit meiner Kindheit existent. 
Das Christkind wiederum - hm, als mich meine österreichische Oma von dem überzeugen wollte, war ich äußerst mistrauisch. Es ergab für mich keinen Sinn. Das Wesen nicht, das Aussehen nicht, die Legende dahinter nicht. Wo lebt das Christkind überhaupt? Wie sah es tatsächlich aus -  und wie veteilte ein solches Wesen überhaupt soviele Geschenke??? Und das mit dem feinen Kleidchen, also ehrlich ... im WINTER????

Nein, das war sehr unlogisch. Da war die Geschichte vom Weihnachtsmann, der warm und dick eingpackt mit seinem Schlitten, Geschenke veteilt, weitaus realer für mich. Tja, von ihm wusste ich ja immer schon, wo er wohnt, ich wusste, was er tat und wie er aussah. 

Zum Abschluss sag ich nur: Humbug!  alles Humbug  weihnacht1
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04 Weihnachtsmann - der Nikolo und das Christkind :: Kommentare

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Beitrag am Sa 19 Dez 2015 - 14:45 von Evelucas

Ja Humbug! 
Ich mag Humbug, insbesondere wenn dieser freundliche Gesichter trägt.

Und oh ja, auch ich könnte ganz tolle Geschichten zu diesem Thema erzählen, sogar die "historischen" echten Geschichten dazu. 
Zum Beispiel das es auch innerhalb verschiedenster keltischer Stämme schon Weihnachtsbäume gab. Nur wurden die zu jener Zeit noch mit den Spitzen der Erde zugewandt, also verkehrt herum, aufgehängt, um der großen Muttergöttin Erde (auch: Gaya bei den antiken Griechen, Mater Deum Magna Ideae aus der mittleren Bronzezeit, Brigantia oder Brigit bei den Festlandkelten oder sogar bei den Römern Kybele) genannt

Der Weihnachtsbaum an sich, ist schon allein ein höchst heidnisches, europäisches Gut und hat sich dennoch bis heute erhalten.

Nun ja und über das Datum 24.12 bzw.25.12., auch da ließe sich noch eine ganze Menge dazu sagen und zwar zurückreichend bis in den Mithraskult des alten Perserreiches (ca. 1400 v. Chr.), noch bevor es ein Perserreich wurde und wie dieser Mithras plötzlich nach Ägypten kam und sich von dort wiederum als Sol Invictus den Römern offenbarte, dem dann (25.12.) auch noch ein ganz toller "Tempel" geweiht wurde und ...

... nein, also wirklich nicht, das würde ja nun doch viel zu weit und tief gehen. Ist doch auch völlig egal.

Unser Weihnachten, ist einfach ein tolles Fest. Insbesondere wenn man sich mit der Familie gut versteht, Eltern, Kinder und Geschwister liebt, Wichtelmännchen und Feen schön brav mit leckerer Honigmilch und Vanillekipferln versorgt, gerne Geschichten erzählt, schöne Lieder singt oder gerne hört und all seine Lieben mit ein paar hübschen "Dankeschön-Geschenkchen" zu erfreuen wünscht. 

Und es erfreut mein Herz einfach jedes Jahr von Neuen, dieses Fest mit dem Wissen begehen zu können, damit im Grunde einem höchst unchristlichen, aber doch, nach wie vor so tief in unserer Kultur verankertem Naturmythos zu huldigen.

Danke für diesen inspirierenden, netten kleinen Ausflug in die nordisch/keltische Mythologie Agnete C. Greeley.

Ich wünsche allen ein tolles Fest, viele liebenswerte kleine Geschenke und ganz viel Liebe. I love you  
GLG. Evelucas  weihnacht1 farao merci

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Beitrag am Mo 21 Dez 2015 - 13:24 von Drita1

Ein tolles Thema zum mal drüber nachdenken.
Ich mag eure Ansichten dazu.

Meine Familie wurde ja mehr oder weniger von den Serben in den Glauben des Islams hineingezwungen. Daher feierten wir lange Zeit gerade dieses schöne Fest nicht, Ramadan allerdings auch nicht, weil wir uns alle  gar nicht mit diesem uns aufgezwungenem Glauben identifizieren konnten.

Als wir dann in den 90ern in die Schweiz zu Verwandten flohen, entsagten wir zuallererst jeder "Glaubensgesinnung". Wir hatten ja auch nicht wirklich einen Grund darin irgendetwas friedliches zu erspähen, nach allem was uns in Albanien so widerfahren war. Und religiöse Gründe waren auch da ein starkes Thema in Kombination zu diesem scheußlichen Krieg. Aber darüber sprachen die "Balkan-Externen", westlichen Medien natürlich nicht in Kombination zum damaligen "noch" Jugoslawien. 

Aber egal, was ich eigentlich zu diesem Thema erzählen wollte. Unsere Verwandten in der Schweiz, brachten uns das "Weihnachtsfest" schließlich näher. Allerdings auch nicht aus christlicher Sicht, sondern eben auch mit diesem geschichtlichen Schwerpunkt. Das war toll.
Denn von da an feierten auch wir jedes Jahr dieses herrliche "Friedensfest" und zwar ganz ohne irgendeiner "religiösen Zugehörigkeit", da es ja eben einen "heidnischen" Ursprung hatte. 

Für meine ganze Familie wurde dieses Fest zu einem Symbol unserer familiären Zusammengehörigkeit sowie zu einem Fest unserer (so blöd das vielleicht auch klingen mag) Befreiung aller religiösen Ketten, die uns in Albanien noch auferlegt worden waren um uns gegen die eigenen Landsleute aufzuhetzen. 
Und so eben auch zu einem Symbol unserer Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht doch noch eine richtig friedliche und liberalere Multikulti-Welt geben könnte, wenn wir nur intensiv genug darauf vertrauen, dass, solange es Menschen gibt, die solche Feste erfinden und miteinander begehen, noch eine gute Chance besteht, diese Welt samt aller Kulturen irgendwann in ein harmonisches Mit- statt Gegeneinander hinein zu führen. 

Unser Glaube heiß daher jetzt "Hoffnung" und der huldigen wir in meiner Familie jedes Jahr. Ganz unreligiös. Auch das ist, meine ich, ein schöner Zugang zu diesem Fest. Und wir haben Beide lieb, das Christkind und den Weihnachtsmann. Lange Zeit stellte ich mir vor, das dass Christkind die große Liebe des Weihnachsmannes ist (also bei mir war das Christkind somit immer weiblich). Und deren gemeinsamen Kinder sind die ganzen helfenden Elfen und Feen die jedes Jahr um diese Zeit "fast" allen Menschen die "Liebesbotschaft" bringen. Ja ich weiß, is ziemlich "kitschig" aber so würde ich mir die Welt eben wünschen.  Very Happy 

Liebe Grüße euch allen und ganz wunderschöne Weihnachten wünscht euch somit auch,
Drita  knuddel weihnacht1

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