Motivation

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Motivation




Hi ihr! 
Hab diese Woche mal wieder eine Absage nach der nächsten von Kurzgeschichtenwettbewerben bekommen und muss gestehen: Ich bin total frustriert.  
Da ich nebenbei jetzt auch meinen Arbeitsplatz gewechselt hab, weiß ich jetzt schon, dass ich im nächsten Jahr viel viel weniger Zeit hab, was das Schreiben anbetrifft und dann kommt da diese leise kleine Stimme, die einen fragt, ob das überhaupt Sinn macht, weiter zu schreiben. Es macht mir super viel Spaß, aber eine Absage nach der nächsten nagt doch irgendwie an meinem Ego und da wollte ich einfach mal fragen, wie das bei euch so läuft. Frei nach dem Motto: Geteiltes Leid is halbes Leid und vielleicht habt ihr ja auch noch super coole Tips (neben nem Glas Vino), wie man mit diesen blöden Absagen umgehen soll...

Würd mich freuen, wenn ihr einfach mal antwortet 

Gruß Adaira

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Adaira86
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Motivation :: Kommentare

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Beitrag am Sa 10 Okt 2015 - 22:51 von A.C.Greeley

Vino, einen langen Spaziergang machen, wieder Vino, stimmungsvolle Musik (Geschmackssache) Heulen, Schreien, Jammern, Schimpfen, mit einer Freundin oder einem Freund darüber sprechen. Ein bisschen im Selbstmitleid suhlen oder man schreibt einfach eine Geschichte, in der die Absager Bösewichter sind, die dann besiegt werden. 
Die Absager sind nur irgendwelche Leute die aussortieren. Die scheren sich nicht um unsere Gedanken, denn sie kennen uns nicht, und wir sie auch nicht.
Also was tun wir Autoren? Wir sortieren auch aus und machen weiter. Wir lassen die abgelehnten Stories ein bisschen ruhen. Solange bis wir uns von der Absage erholt haben. Dann nehmen wir sie wieder her, lesen sie nochmal durch und feilen daran herum. Dadurch sind wir gezwungen, uns damit auseinanderzusetzen, und es hilft uns, einen Abschluss zu finden. Außerdem findet man garantiert etwas, zum Verbessern.  pirat

Vom Schreiben bringen Absagen mich nicht ab, denn ich liebe es zu schreiben. Enttäuscht und verärgert und traurig bin ich genauso, doch ich lasse es nicht zu lange wirken. Ich habe eine unendliche Schublade voller Geschichten, die abgelehnt wurden. Die heb ich alle auf, weil sie mir persönlich etwas bedeuten und niemand mich davon abhalten kann, sie zu mögen. Ab und an nehme ich sie mir her und suche mir daraus etwas für andere Geschichten. Ich tue mir selbst etwas Gutes (Vollbad, Walken, Reiten, Laufen, Schreiben) 
Und da ich soviele Ideen habe, bin ich bald wieder drüber hinweg. Also einfach durch und auf ein Neues. Irgendwann läßt der Ärger nach, weil wir eine Menge Ideen zum Weitermachen haben. Schreiben ist einfach zu schön, um sich durch doofe Absagen davon abbringen zu lassen. Die kümmern sich nicht darum, was wir fühlen, also wieso sollten wir es dann persönlich nehmen? Schade um die Schreibfreude.  Twisted Evil Razz 
Außerdem gibt es irgendwann Leute, denen deine Geschichte gefällt. Die gibt es nämlich immer. Also einfach weitermachen und irgendwann klappt es.

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Beitrag am Sa 10 Okt 2015 - 23:09 von Adaira86

Danke Smile

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Beitrag am So 11 Okt 2015 - 0:25 von Anonymus1

Hallo Adaira,

Hey! Kopf hoch!
Manchmal gibt es eben solche Tief's. Aber Aufgeben? 
Neee, das würdest du doch niemals tun, oder? nono 

hörnix scratch  

Warum stellst du die Geschichten, für die du Absagen bekommen hast, nicht einfach mal in deinen Autorenbereich oder überlegst, ob die eine oder andere davon dem SchreibElan Shop "Textgarten" zur Verfügung zu stellen und eine weitere kannst du auch vielleicht der Lesestube spenden und landest damit dann vielleicht zum Jahresende bzw. zum nächsten Jahresanfang im "Kurzgeschichten E-Magazin" von SchreibElan.

Also mir fielen eine ganze Menge tolle weitere Sachen für deine Texte ein. Und wir freuen uns immer über deine Texte. 

Du könntest auch einfach mal drüber nachdenken, eine eigene Anthologie, nur mit deinen eigenen Texten zusammenzustellen oder eine längere Erzählung von mindestens 24 Seiten kreieren. 

Dein erstes Solowerk über SchreibElan, da übernimmt SchreibElan auch sämtliche Kosten für die Veröffentlichung (Das war im Wettbewerbspreis für die ersten Drei dabei). 

Nur das Lektorat von uns (sofern du ein solches für dein "Solo" von  in Anspruch nehmen würdest), kostet einbissl was. Also 0,90 Euro pro Seite. Oder du nimmst einfach das kostenlose Korrektorat und holst dir dazu noch ein paar coole Tipps von den anderen Mitschreibern.  knuddel

Dein Autorenaccount ist ja dazu da, um von dir gefüllt, aber dafür von uns und den anderen mit Feedback ausgestattet zu werden. 
Und immerhin wurden - mal abgesehen von deinem souveränen dritten "Regenbogen" Platz -  schon mal zwei weitere Texte für die "Bezaubernd bunten Textwelten" Anthologie direkt aus deinem "eigenen Autorenbereich" ausgesucht. 
Damit hast du vermutlich auch nicht gerechnet. Very Happy   
Bei SchreibElan bist du schon Autorin, also vor einer Absage brauchst du dich hier auch nicht zu fürchten, bist ja schon voll dabei.

Klar, die Mühlen malen hier vielleicht noch nicht so schnell, wie sie sollten und um vieles muss man sich eben auch selber kümmern - speziell im eigenen Autorenbereich - sowie wir, in unserem Korrekturbereich.
Aber doch geht stetig was weiter. 

Und immerhin macht Evelucas das alles ja fast allein. Klar, wir sind das Korrekturteam und A.C. Greeley hilft als zweit Admin immer mal wieder brav mit. 
Doch für den Rest, schmeißt sich die SchreibElan-Mami sozusagen alleine für uns alle ins Zeug. Da darf sie sich schon auch einbisschen Eigeninitiative und Unterstützung von "ihren Schreibkinderchen" erhoffen. Das ist schon ok.  Very Happy jocolor

Also wenn das hier mal alles richtig gut ins Laufen kommt, SchreibElan-Mami dann auch nicht mehr dauernd soviel drumherum zu machen hat, brauchst du dir keinerlei Gedanken mehr über so "doofe, pfui Absagen" zu machen.  Very Happy Very Happy

Und glaub mir liebe Adaira, das eine oder andere mal sind Kristine und ich schon in so mancher Jury von Wettbewerben dieser Art gesessen. Und da sind "Fairness" und "echtes Potential" als Kriterium, oftmals eher die Ausnahme als Regel. Am ehesten noch bei Wettbewerben kleinerer Verleger. Doch da ist halt die Konkurrenz auch gleich mal von höherem Niveau oder komplett abgefahren.  Very Happy

Also, lass dich nicht ins Boxhorn jagen, mach einfach mal eine Pause und danach weiter, wie es deine Zeit halt zulässt. Und nutze zugleich die Möglichkeiten, die du schon hast. Zum Beispiel, hier.

Und zur Ablenkung, ließ nur für dich wieder einmal ein gutes Buch. Als Leserin, statt "Schriftstellerin". 

Oder schau dir einen guten Film an. So kann man auch neue "Energien" tanken und schon sieht die Welt wieder viel "rosiger" aus.

Kopf hoch!  allesgut

Ganz herzliche Grüße,
Maria (oder Anonymus1 die Erste)

PS: Im Korrekturtheater unter der Geschichte "Nichts Böses-Nur Halloween", hat Evelucas ziemlich weit unten, einen ganz lieben Beitragskommentar für uns alle hinterlassen. Schau mal dort vorbei. Das könnte dich vielleicht auch etwas aufmuntern.  Very Happy
winke  Baba und bis bald!

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Beitrag am So 11 Okt 2015 - 18:12 von Evelucas

... Ob das überhaupt Sinn macht? Schreiben! 

Natürlich macht das Sinn!!!!
Du hast Spaß daran, es erfreut deine Seele, dein Herz, hilft dir Gedanken zu sortieren, Erlebnisse, Ereignisse, Höhen und Tiefen zu verarbeiten, ist Teil deines Lebens!!! Einen tieferen Sinn findet man kaum.

sunny flower

Pah, Wettbewerbe, blöde oder tolle Jury, siegen, verlieren, Zweiter oder Dritter sein, auch das gehört dazu, ist aber im Grunde nur "Beiwerk".

Liebe Namensschwester, bewahr dir diese Freude und verbeiß dich nicht zu fest in deinem Ehrgeiz. Denn Ehrgeiz ist toll, aber nur solange, wie du ihm nicht die absolute "Oberhand" über deine Gedanken und Gefühle lässt. Nur so bewahrst du dir selbst die Freude daran. Und ja, das macht definitiv Sinn.

Insbesondere im Bereich Literatur unserer heutigen Zeit, sollte man den Wert der eigenen Texte, nicht daran messen, wie oft man bei Wettbewerben siegt oder verliert. Denn das ist nur die halbe Miete.
Viel wichtiger ist, was man daraus, ob Sieg oder Niederlage macht oder lernt.  

Maria und A.C. haben dir ja schon tolle Tipps gegeben und ein paar aufmunternde Worte geschenkt. Und sie haben mit dem was sie sagen, beide recht.  Very Happy Very Happy

Lass dich nicht abbringen, liebe was du tust, egal was andere darüber denken, verbeiß dich nicht in mutmaßlichen "Erfolgen" bzw. lass nicht zu, dich selbst und das was du tust über "Niederlagen" zu bewerten. 

Kurz: Gib den "Absagern" nicht die Macht, dich in Zweifel oder Frustration zu treiben.

Erinnerst du dich noch an das süße Märchen, das du mir geschrieben hast. He, he, ich lach mich heute noch krumm darüber. Das war richtig toll und hat mich sofort wieder auf Kurs gebracht. 
Und jetzt, bin dann wohl ich an der Reihe, mal sehen, ob ich das auch so hinkriege ...



Miss Zauberfeder
In einem fernen Reich, an irgendeinem Ort am Ende aller Horizonte, zwischen Himmel und Erde, lebte die schöne Muse Naura. Und sie war mächtig. Nicht nur einfach Einbisschen mächtig, sondern richtig gewaltig mächtig. 
Aus der Kraft ihrer geschriebenen Worte schuf sie einst dieses Reich zwischen Himmel und Erde. Doch inzwischen war dieses sooo imposant, dass sie es nicht mehr ohne Hilfe auf die Reihe brachte, es auch zu verwalten oder alleine weiter auszugestalten. 
Im Zuge vieler, langer Jahre wurde also ein Verwaltungsapparat geschaffen, der ihr diese üppige Arbeit erleichterte. Daher begann sie Schreib-Talente, wie auch sie mal eines war, selbst zu kleinen Musen auszubilden. Die halfen ihr nun dabei jene Schönheit, Kreativität und die gestalterische Freiheit dieses wundervollen Reiches zu bewahren und zu verbessern. 

Einmal im Jahr, überflog sie diese schöne Welt, um zu sehen, ob damit alles in Ordnung war, alles mit rechten Dingen zuging, ihre Musen ordentlich arbeiteten und dabei auch niemanden benachteiligten.
In diesem Jahr merkte sie auf ihrer Reise jedoch, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zuging. Denn was sie im Herzen ihrer Lieblingsmuse Evaela las, betrübte sie zutiefst, da deren Gefühle auch den Himmel über einer Region bewölkte. Eine bedrohliche Wolkenbank, die sich mehr und mehr, auch über andere Regionen auszuweiten drohte. Was war da los?
Sofort beschloss Naura der Sache auf den Grund zu gehen und tauchte ab in diese fette Wolkensuppe. Und was sie inmitten dieser, auf dem Weg zu ihrer Lieblingsmuse sah, erschütterte sie.
Da waren so viele Geschichten, schöne, lustige, melancholische, dramatische, verrückte und noch eine ganze Menge mehr, doch sie alle waren mit einem knallroten Kreuz verunstaltet worden. Um all diese Geschichten herum tanzen lauter kleine gehässige Teufelchen und sangen:

 »Ha, ha, ha du dummes Kind, 
so was schätzt der Konsul nicht. 
Sonne, Blumen, bunte Farben - sanfte Küsse, große Gaben – 
so was gibt es bei ihm nicht. 
Naura ist zu schwach für ihn, ihre Fantasie ihm Grimm. 
Mit Trauer und Vergessen – will er sie überziehen, 
gar Verzweiflung in dir schüren
und Nauras Welt in Wolkenstarre enden sehen.« 


Darüber war die Obermuse jetzt aber so was von erzürnt, dass sie all diese durchgestrichenen Geschichten einsammelte, ihre Zauberfeder zückte und aus all den roten Kreuzen, bezaubernde Blumenranken machte. 
Pah, hätte sie sich doch gleich denken können, das dieser elende Menschenkonsul samt seiner gehässigen Teufelchen, seine bösen Hände da mit im Spiel hatte. 
Na warte, dir werde ich jetzt eine Abreibung verpassen, die sich gewaschen hat. 
Dann packte sie all diese Geschichten unter ihren Sturmmantel und schrieb mit ihrer Zauberfeder in die Wolken. 


»Schenkt den Teufelchen doch etwas Regen, 
lasst aus ihren Leibern fette Blumen wachsen. 
Macht sie schwer ja immer schwerer 
und dann spuckt sie auf die Erde nieder. 
Auf das die Wurzeln dieser Blüten, 
sie noch tiefer in den Boden rammen. 
Eines Tages werden 
daraus neue Blumen, Büsche, Bäume 
und Geschichten sprießen, 
sie verdammen,
in den Himmel wachsen und
von Regenbögen sich
bald gar neue Fantasien ergießen«.

Und kaum da das erledigt war, ließ sich Naura selbst, sanft auf die Erde niedergleiten, ohne mitihren nackten Füßen den Boden zu berühren. 
Sie landete in einem reizenden Garten. Nur sah dieser derzeit eher karg und traurig aus. Ihm fehlte einfach Farbe. 
Naura sah sich um und da entdeckte sie Evaela, die zusammengekauert unter einem Kirschenbaum mit hängenden Ästen saß und ins Leere blickte. 
Doch Naura hörte auch jeden ihrer Gedanken.

Was hab ich falsch gemacht? Warum will plötzlich keiner meine Geschichten haben? Naura braucht die doch, damit ihr Reich schön bleibt. Oh je, wie enttäuscht wird sie von mir sein, wenn sie sieht, welche Auswirkungen mein Scheitern schon hat. Dieser Garten sollte um diese Zeit blühen, sowie alle Gärten hier in meinem Gebiet. Haben meine Geschichten ihren Zauber verloren? Steht es mir denn überhaupt noch zu, eine Muse zu sein?

Da stellte sich Naura vor sie hin, wohlwissend, dass Evaela sie gerade nicht sehen konnte, und berührte sie mit ihrer Zauberfeder sanft an der Stirn. Dann schrieb sie in die Luft. 


»Kopf hoch sonnige Evaela. Dich trifft keine Schuld. Ich hab sie gesehen, die dummen Teufelchen des Konsuls. Sie haben deine Geschichten abgefangen und durchgestrichen, auf dass sie deine liebsten Leser nicht erreichten, um deine Gärten wieder erblühen zu lassen. Doch nun, kleine Evaela, ist es Zeit, deine Wolken zu entleeren. Denn sie sind bereits fett und schwer, sie wollen regnen. Und mit dem Regen werden deine Gärten blühen, die elenden Teufelchen durchnässen, bis selbst aus ihnen schwere Blumen sprießen und sie ebenfalls auf die Erde spucken. Die Wurzeln deiner Fantasie werden all diese Teufelchen in den Boden rammen und aus ihren kargen Resten noch viel schönere und prächtigere Blüten sprießen lassen. Mit einem Sprühregen werden ausserdem noch Regenbögen aller Farben kommen, dein kleines Reich der Gärten schmücken, wodurch sich wieder neue Geschichten in dir ergießen und die trüben, starren Schatten des Konsuls fort leuchten. Danach kann er sich nur in sein finsteres, farbloses Reich, ganz tief unter der Erde zurückziehen, seine faulen Wunden lecken und uns wieder in Ruhe lassen«.

Nun wartete Naura bis die Worte aus der Zauberfeder, auch Evaelas trüben Gedanken langsam ersetzten, an Kraft gewannen und schließlich sogar ihr Herz erreichten.
Naura gab ihr noch einen zarten Kuss auf die Stirn und hob schon wieder von der Erde ab. Des Weiteren holte sie Evaelas – von den gehässigen Teufelchen abgelehnten Geschichten – aus ihrem Sturmmantel, ließ deren Blätter über den Kirschenbaum rieseln und wünschte sich für jedes geschriebene Blatt, hundert Kirschenblüten für jeden traurigen Zweig. 
Und so geschah es auch. 
Mit einer sanften Brise ließ Naura die ersten dieser zarten Blüten auf ihre Lieblingsmuse herabregnen, bis sich diese verwundert erhob und nach oben blickte.
Da erschien ein erstes zaghaftes Lächeln auf Evaelas Lippen. Vorsichtig breitete sie ihre Arme aus, schloss ihre Augen und sog den lieblichen Duft der Kirschblüten in ihre Lungen. 
Ihr zweites Lächeln war schon viel breiter und endlich lachte sie sogar fröhlich auf, gefolgt von ein paar Freudentränen.
Als die erste dieser Tränen, auf den Boden unter ihr platschte, öffnete auch der Himmel endlich seine Pforten. Erleichtert stöhnten die schweren Wolken auf und entledigten sich ihrer schweren Regenlast, überschwemmten den trockenen Boden knöcheltief und spuckten des Konsuls Teufelchen, die inzwischen selbst nur noch aus Blumengeflechten bestanden auf die Erde. Sofort stemmten die Geflechte ihren Wurzeln in den Boden und rammten sogleich auch die mageren Reste der gehässigen Unholde noch tiefer unter die Erde. Im Nu erwuchsen daraus vielerlei Blumen, Büsche und Bäume. Und als sich der erste heftige Regenschauer beruhigt hatte, verwandelte sich derselbe in einen feinen Sprühregen, bis vor Evaelas Augen insgesamt drei Regenbögen, allein schon diesen Garten erstrahlen und wieder aufatmen ließen. 
Schnell kletterte sie da auf den Kirschenbaum und ruhte nicht eher, bevor sie nicht die Krone dessen erklommen hatte. Denn von hier aus konnte Evaela all ihre Gärten überblicken und jubelte vor Freude, als sich ihr, auch in diesen so viel Regenbogenleuchten bot. Sprießende Blumen, Rosen- und Fliederbüsche, großzügig belaubte Bäume und heitere neue Geschichten erwachten in geradezu jedem ihrer Gärten wieder zu neuem Leben. Aus riesengroßen Augen beobachtete Evaela dieses Schauspiel zutiefst beeindruck. 
Wow! Hab ich all das wirklich geschrieben?
»Oh ja! Nur du! Das hast du toll gemacht«, antwortete darauf Naura in Gedanken und freute sich für Evaela im Stillen mit.

Völlig klar, Evaelas Tag war gerettet, des Konsuls gehässigen Teufelchen das Lachen vergangen und dem düsteren Ego des Konsuls selbst, mal wieder so richtig eins drüber gewischt worden.

Naura kehrte bald Heim, warf einen Blick in ihre magische Kugel und genoss das bunte Farbenspiel des Sonnenuntergangs. Sowie die wundervollen neuen Bilder ihres fantastischen Reiches, die sich, dank der wunderbaren Geschichten ihrer Lieblingsmuse Evaela, vor dieser einzigartigen Kulisse endlich frei entfalten konnten.

GLG. Evelucas admin allesgut knuddel sunny flower      


Zuletzt von Evelucas am So 11 Okt 2015 - 20:09 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Beitrag am So 11 Okt 2015 - 18:26 von Evelucas

Etwaige Rechtschreib- oder Bestrichfehler bitte einfach behalten und ignorieren. Ich bin denen ja auch wurscht.  Very Happy Smile Cool pirat
lol!

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Beitrag am Mo 12 Okt 2015 - 18:30 von Adaira86

Liebe Namensschwester! Das ist ja mal das absolut niedlichste, was jemand für mich gemacht hat! Ich freu mich riesig!

Ja, is nervig mit solchen Absagen und gerade wenn man sowieso schon nicht viel Zeit hat zu schreiben, zweifelt man manchmal. Aber das heißt natürlich nicht, dass ich damit aufhören will. Schließlich sind wir ja auch ein Team und ich mag unsere Schreibfamilie hier sehr. Ich freue mich schon auf unser erstes Buch.

Ein paar der abgesagten Geschichten sind ja genau auf diese Art und Weise hier in meine Rubrik gekommen und - hehe - eine davon landet jetzt sogar im Buch Smile 
Ich werde demnächst wohl wieder ein paar einstellen, dann könnt ihr mal EURE Meinung kundtun. Das hilft immer ein bisschen - oder auch nicht mal sehen *ggg* 

Aber im Endeffekt hilft es auf jden Fall, weil ich hier bei euch und in zusammenarbeit mit unseren lieben Anonymas definitiv was lerne.

Also weitermachen und ich danke euch ganz ganz ganz vielmals sehr oft für eure aufbauenden Worte!!!

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Beitrag am Mo 12 Okt 2015 - 19:01 von A.C.Greeley

Einer für Alle! - Alle für Einen! Musketiere coffee!

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Beitrag am Di 20 Okt 2015 - 19:34 von Annis1

Absagen sorgen auch bei mir jederzeit für miese Laune, aber du kannst ganz sicher sein: Wir Autoren erleben das alle, doch selbstverständlich schreiben wir weiter, nicht wahr? Wäre ja auch blöd, es nicht zu tun, wo wir doch soviel Spaß daran haben. Nur nicht lockerlassen, sondern nach ein paar Tagen Ärger, Jammer, und so was einfach weitertun, nutzt ja doch nichts. Die Herrschaften aus der Jury sind oft zu sehr damit beschäftigt, irgendwelche anderen leute unterzubringen, die sie kennen, oder sie haben einhundertsiebenundneunzigtausend Geschichten, wovon sie nicht mal die Hälfte anschauen, geschweige denn querlesen. Kenn ich gut. Manchmal liest man (weil man ein bisschen masochistisch veranlagt ist, wie wir Autoren eben so sind) danach die auserwählten Stories und bekommt einen Lachkrampf, nicht einmal hatte ich einen Lachmuskelkater. Wenn ich will, finde ich genügend zum Lachen (ehrlich gesagt ist es dann ein Auslachen) oder ich vergleiche, was die anders/besser gemacht haben könnten, als ich, denn das ist oft auch ganz lehrreich, aber aufhören mit dem Schreiben, nein, dafür bin ich mir viel zu schade. Schließlich und endlich ist alles gut, ich kann das Blöde abhaken und mich weiterhin mit meinen Dingen beschäftigen. Laufen, gut essen, einen Wein genießen oder einen gefakten Zeitungsartikel schreiben, alles ist hilfreich, am am besten geht es mir, wenn ich stundenlang in der Gegend herumlaufe und mir alles durch den Kopf gehen lasse: Wieso ist es schiefgegangen? Warum ärgert mich das so? Auf welcher persönlichen Ebene trifft mich das, dass ich mich davon so runterziehen lasse? usw, klingt natürlich abgehoben, aber es ist eine gute Idee sich selbst zu hinterfragen. So kann man sich selbst wiederfinden - ich führe auch Tagebuch über solche Sachen. Nach einer Woche oder länger lese ich nochmal was mir durch den Kopf gegangen ist, dann seh ich es meist schon in einem anderen Licht.

Kopf hoch, wir sind ja gottseidank in der Lage Buchstaben so zusammenzulegen, dass sie einen Sinn ergeben kopfhoch manche verstehen den Sinn, andere nicht, aber wir schreiben nicht nur für die anderen, sondern auch und vor allem für uns. Leser gibt es viele. Manche werden unsere Sachen mögen, andere nicht. So ist es halt und das ist gut so.

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Beitrag am Do 29 Okt 2015 - 12:50 von Drita1

Oje, und oh ja! 

Da kann ich Annis nur bestätigen.
Selbst für mich war es oft nicht so recht zu fassen, welche Geschichten es schlussendlich wirklich schafften die unterschiedlichsten Literaturwettbewerbs-Finali zu erreichen. Immer mal wieder bekam ich ja schon den einen oder anderen Auftrag, mir so manche Anthologie danach zu Gemüte zu führen und literarisch zu beurteilen. Razz pale affraid
Manchmal ein echter Knochenjob und leider mussten da so manche Kurztexte auch mal richtig Kritik einstecken. 
Unsere demnächst Erscheinde Kleinstsammlung, ist dagegen wirklich eine echte "Schatzkammer"Very Happy rabbit

Aber klar, die ist ja auch von uns im "Schweiße unseres Angesichts" höchstpersönlich zusammengestellt worden.
merci tröst1 hurra1

Aber ich bin sehr stolz darauf, trotzdem immer ehrliche Kritiken abgegeben zu haben.
Und es stimmt wirklich. Nicht nur einmal, sondern ziemlich oft, wurde auch mir, für spezifische Rezensionen eindringlich von Juryleuten mitgeteilt: "Ja und die Geschichte da, die ist von meiner besten Freundin, sei also lieb. Und die andere da drin, ist von meiner Schwester. Kannst sie gern als besonders gut hervorheben, das ist schon in Ordnung und so ..."

Natürlich geht es nicht bei allen so zu, aber es sind wirklich schockierend viele. Da haben wiederum die Anonyminas recht gut und richtig gesagt, dass es öfter die kleineren Verlage sind, die da wirklich sehr korrekt vorgehen. 

Keine Ahnung was für einen Balawatsch die größeren da beinand haben. Das ist wirklich schlimm und traurig, und erschreckend und ..., na ja, halt einfach blöd.

Daher, bloß davon nicht irre im Kopf machen lassen. Du bist nicht allein mit diesem Problem. Und deshalb sind wir ja auch alle hier in unserer SchreibElan Familie, einfach um uns gegenseitig dabei zu helfen, mit so doofen Sachen besser umzugehen und leichter klarzukommen. pirat rabbit

Deshalb jetzt also ganz viel Sonne für dich, sunny sunny sunny sunny sunny 
von Drita
 winke

PS: Evelucas, was für ein süßes Märchen. Richtig entzückend! lachen1 lachen1

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Beitrag am Fr 30 Okt 2015 - 6:19 von Adaira86

Also das ist schon sehr erschreckend, was ihr da erzählt, aber klingt leider auch nur allzu logisch. Ich danke euch jedenfalls sehr für das reichliche Feedback und freue mich, Mitglied einer so tollen Familie hier zu sein. Ihr seid alle wirklich wirklich phantastisch!!!!!

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